Ökologischer Vergleich: PET vs. Glas

Eine Mehrwegflasche aus Glas kann bis zu 60 mal wiederbefüllt werden, eine PET-Mehrwegflasche(1) mindestens 25 mal. Obwohl der Wasserverbrauch bei Mehrwegflaschen höher ist, sind sie generell umweltfreundlicher, da die ökologischen Lasten des Rohstoff- und Energieverbrauch bei der Erzeugung auf mehrere Umläufe aufgeteilt sind und geringere Abfallmengen entstehen. In einer Studie wurde berechnet, dass bei der Umstellung aller Mineralwasserflaschen auf Mehrwegflaschen (im Jahr 1995 waren das in Österreich insgesamt 500 Millionen Liter) erhebliche Einsparungen erzielt werden könnten.

  • Durch den Einsatz von Glas-Mehrwegflaschen würden jährlich 75.000 Tonnen weniger Primärrohstoffe (Glas bzw. Erdöl) benötigt als mit Glas-Einwegflaschen. Die Verwendung von PET-Mehrweg- an Stelle von PET-Einwegflaschen würde 14.400 Tonnen Rohstoffe im Jahr einsparen.
  • PET-Mehrwegflaschen benötigen im Vergleich zu PET-Einwegflaschen nur ein Viertel der thermischen Energie, im Vergleich zu Glas-Einwegflaschen nur 16 Prozent. Durch den Einsatz von Mehrwegflaschen könnte darüber hinaus ein Drittel der elektrischen Energie eingespart werden.
  • 73.000 Tonnen weniger Restmüll im Jahr würden anfallen, wenn die Glas-Einwegflaschen durch Glas-Mehrwegflaschen ersetzt würden, 6000 Tonnen weniger, wenn statt PET-Einwegflaschen nur noch PET-Mehrwegflaschen verwendet würden.

1) Quelle: Stenum, Hauer, Argumente: Einweggebinde - Mehrweggebinde, Graz, Korneuburg, 2000

Nur "Flaschen" kaufen Dosen

Aludosen sind die ökologisch schlechteste Variante. Aluminium verschwendet nicht nur wertvolle Rohstoffe, sondern braucht zur Erzeugung besonders viel Energie: Um eine Tonne Aluminium zu gewinnen, werden vier Tonnen Bauxit und ein Energieaufwand von 12.500 kWh benötigt. Mit dieser Energie kann eine 100 m² große Altbauwohnung ein Jahr lang und ein Niedrigenergiehaus der gleichen Größe drei Jahre lang geheizt werden.